Zweiter Entwurf (Stand: 19. Juni 2008)
Antragsteller: Kreisvorstand (vor Ende 2008)
Empfänger: Landesparteitag, Bundesparteitag
Innovativ, gerecht, friedensstiftend, nachhaltig:
Soziale Demokratie im 21. Jahrhundert
Innovation und Gerechtigkeit, Erneuerung und Zusammenhalt – die SPD war immer stark, wenn sie nach vorne gedacht hat und sich und ihren Grundwerten dabei treu geblieben ist. Den Bundestagswahlkampf 2009 wollen wir deshalb nutzen, die besten Zukunftsideen zu entwickeln und breit zu diskutieren. Je stärker uns dies gelingt, umso mehr werden der traditionelle Strukturkonservativismus von CDU/CSU und die Marktradikalität der FDP zu Tage treten.
Gleichzeitig geht es um die Erkennbarkeit des Profils der SPD als Partei der Sozialen Gerechtigkeit. Mit dem Begriff der „Reform“ sollen sich wieder Hoffnungen verbinden. Unsere Politik muss erkennbar für mehr Gerechtigkeit sorgen. Damit erreichen wir neues Vertrauen. Wir wollen, dass möglichst Viele von den Chancen der Globalisierung profitieren. Wir stehen für eine faire Gesellschaft und dafür, dass gerade auch Menschen, denen es gut geht, an ihre Verantwortung für unser Gemeinwesen erinnert werden. Gerechtigkeit und Sicherheit für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und ihre Familien müssen mit notwendigen Strukturveränderungen verknüpft werden. Das Hamburger Programm hat hierfür unser umfassendes Verständnis von Sozialpolitik beschrieben: vorsorgend und nachsorgend. Dabei ist auch unser Verständnis von Gerechtigkeit umfassend: Wir wollen mehr Verteilungsgerechtigkeit: Armut braucht eine Grenze und Reichtum ein Maß. Wir wollen Generationengerechtigkeit: Bildungs- und Berufschancen für die Jungen, Versorgungssicherheit für die ältere Generation, Umwelt- und Ressourcenschonung für die Nachkommenden. Und Gerechtigkeit macht nicht an Grenzen halt.
„Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, schrieb Willy Brandt. Ist die Idee von der Friedensmacht Deutschland etwa veraltet? Wir meinen, dass es sich lohnt, über neue Konzepte und mehr Anstrengung in der Konfliktvermeidung nachzudenken und die Ursachen von künftigen Konflikten, beispielsweise den Kampf um knappe Ressourcen wie Wasser oder die globale Umweltkrise, rechtzeitig zu bekämpfen, um Gewaltausbrüche zu vermeiden.
Unsere Kernforderungen für ein Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2009
Wir wollen Gute Arbeit!
Wir wollen Chancengleichheit durch Bildung!
Wir setzen auf Solidarität in der Tätigkeitsgesellschaft!
Wir wollen gerechte und stabile Sozialversicherungen!
- Wir wollen die Bürgerversicherung. Alle zahlen entsprechend ihrem Einkommen ein. Alle Einkommensarten werden berücksichtigt. Alle Sozialversicherungen werden einbezogen. Der steuerfinanzierte Anteil in den Sozialversicherungen soll steigen.
- Ein starres Renteneintrittsalter hat keine Zukunft. Wir wollen rechtzeitig über flexible Lösungen nachdenken, die der arbeitenden Bevölkerung mehr Freiheit und Selbstbestimmung ermöglichen, ohne sie zu überfordern.
- Wer 45 Beitragsjahre geleistet hat, soll unabhängig vom Alter abschlagsfrei in Rente gehen können.
Wir wollen eine Wirtschaft, die den Menschen dient!
Wir setzen weiter auf die ökologische Erneuerung!
Wir wollen mehr zum Leben für die Ärmsten!
Wir wollen mehr Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit.
Wir wollen, dass Abgeordnete spüren, „was unten ankommt“!
Wir definieren Deutschland als Friedensmacht.
Wir wollen eine echte Balance zwischen Freiheit und Sicherheit!
Wir wollen mehr Verbraucherschutz!
Ihnen fehlt ein Thema? Sagen Sie uns Bescheid!
Die Projektgruppe „Wahlmanifest“ dankt für Beiträge:
- Den Delegierten des Kreisparteitags am 23. Februar 2008
- Lothar Binding, MdB
- Prof. Dr. Bernd Diebner, Dielheim
- Otto Meier, Diözesansekretär, KAB Freiburg
- Prof. Dr. Herbert Schweizer, Diözesanvorsitzender, KAB Freiburg
- Jürgen Seel, Epfenbach
- Ihnen!
Lars Castellucci, Christian Soeder, Miriam Walkowiak, Peter Wirkner

SPD Rhein-Neckar